Wein im Keller oder im Weinkühlschrank


Wein im Keller oder im Weinkühlschrank

 

Wer ein echter  Weinkenner ist un diesen auch in einer großen Stückzahl im Keller lagert, sollte sich die Frage stellen ob ein Weinkühlschrank nicht eine passende Möglichkeit wäre den Wein zu lagern. Es gibt mittlerweile sehr unterschiedliche Kühlgeräte von verschiedenen Hersteller und diese lassen sich zudem wunderbar in die Küche integrieren.

Lagerung von Weinflaschen

Trotz der Neigung von Weinherstellern, besser frühzeitig trinkreife Weine zu produzieren, erhalten reichlich traditionell hergestellte Qualitätsweine anhand einer Nachreife während der Flaschenlagerung die überlegenere Geschmacksnote. Massenware und billige Markenweine verbessern sich aufgrund der Lagerung nicht, weil sie trinkfertig abgefüllt werden. Sogar viele Bordeauxweine der Gattung eines Cru Bourgeois gewinnen höchstens innerhalb einer Flaschenlagerung von 4 bis 9 Jahren hinzu. Allein Spitzengewächse kommen erst nach 20 bis 25 Jahren ihren perfekten Entwicklungszeitpunkt.

Der perfekte Aufbewahrungsort für Wein ist ein dunkler, kühler Raum ohne größere Temperaturschwankungen und frei von Vibrationen. Flaschen mit natürlichen Verschlussstopfen sollten liegend gelagert werden, damit der Korken feucht gehalten wird. Alleinige Ausnahme hiervon ist der Madeirawein, der stehend gelagert werden muss.

Temperatur

Bei Madeira- oder Portwein verzichtet man auch aktuell noch auf ein Klebezettel, da es während einer langen Lagerung Mängel nehmen könnte
Die perfekte Lagerungstemperatur von 10 bis 13 °C wird in den wenigsten Fällen eingehalten und im Regelfall überschritten. Der in Verbindung zur optimalen Temperatur größere Wert (typischerweise 13 bis 15 °C) bewirkt eine etwas schnellere Entwicklung der Weine und kann schlichtweg gewollt sein, wenn man ausgesprochen junge Weine mit immensem Lagerpotenzial wie zum Beispiel Grand-Cru-Weine aus einem Bordeaux oder Jahrgangsportweine binnen 12 bis 15 Jahren mit Genuss trinken möchte. Die Gaststättengewerbe nutzt diesen Effekt, um ihre Weine nicht zu lange Zeit lagern zu müssen.

Die optimalen Voraussetzungen sind lediglich bei alten und verdammt alten Gewächsen unabdingbar.

Temperaturschwankungen

Schwieriger als die absolute Lagertemperatur sind sich auf die Güte des Weines negativ einwirkende Temperaturschwankungen: Der Lagerraum sollte eine möglichst konstante Wärme aufweisen. Durch Temperaturschwankungen entstehen Volumenänderungen des Rebensafts in der Flasche, so dass es über den Pfropfen zu gesteigertem Gasaustausch kommt. Je öfter Flaschen solchen Schwankungen ausgesetzt sind, umso mehr Sauerstoff steht zur Oxidation des Weins zur Verfügung und verursacht zu einer beschleunigten Alterung.

Die über viele Jahreen Erfahrungen der Weinerzeuger beweisen hingegen, dass jahreszeitliche Schwankungen von 5 Grad sehr wohl akzeptabel sind und beinahe negative Folgen auf den Wein zeigen.

Luftfeuchtigkeit

Werden Weinflaschen mit Naturkorken abgeschlossen, sollte die Luftfeuchtigkeit am Lager bei immerhin 60 Prozent liegen, damit der Korken nicht vertrocknet. Zu hohe Luftfeuchte konnte in der Vergangenheit dazu führen, dass das Etikett moderte oder sich ablöste. Dies ist der Beweggrund, warum Jahrgangsportweine und entsprechende Madeiraweine nicht mit dem Etikett versehen werden. Die bedeutenden Informationen werden unmittelbar auf das Glas der Flasche aufgedruckt. Darüber hinaus versehen Spitzenweingüter ihren Korken mit dem Jahrgang und dem Namen des Rebguts.#


Quelle:  Wein von Wikipedia – Autor: MartinaRoell – Lizenz:  „Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported“ – https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/ – Autoren auf Wikipedia


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