Küche – Der Plan und die Wirklichkeit

In Gedanken weiß ich recht schnell, wie meine Küche aussehen soll. Aber steht sie so bereits irgendwo in der Wirklichkeit, in einem Küchensudio oder in einem Möbelhaus?

Wohl kaum. Vielleicht finde ich nach langem Suchen eine Ausstellungsküche, die meinen Vorstellungen nahe kommt. Es wäre jedoch purer Zufall, wenn ich freudig ausrufen könnte: „Da ist sie! Die nehme ich so wie sie ist.“

Es geht wohl nicht anders: Was ich vor meinem inneren Auge sehe, muss als Zeichnung aufs Papier oder auf den Monitor eines PC gebracht werden. Nur dann kann ich aus meiner Küchenvision eine Küchenrealität machen. Wenn ich an Julia denke, erscheint mir diese Forderung umso wichtiger. Planloser Küchenkauf mit nachfolgendem Weh und Ach ist leider gar nicht so selten.

DHgate WW

Ich höre sagen: „Küchenpläne gibt es doch en mässe. Manche Küchenstudios hängen voll davon. Kann man die denn nicht verwenden?“

Höchst selten. Selbst wenn ich nur eine einfache, standardisierte Küchenzeile (die Fachleute nennen das Küchenblock) stellen wollte, fordern die Raummaße bei mir zuhause meistens Veränderungen. Und schon gilt der Musterplan nicht mehr. Die einzelnen Küchenelemente müssen anders angeordnet werden. Meine Küche ist eben ein Unikat.

Unikate sollten immer dokumentiert werden. Die beste Dokumentation einer Einbauküche ist ihre planerische Darstellung, bestehend aus Grundriss und Ansichten.

Der Küchenplan hat noch eine andere wichtige Funktion: Wie ein Spiegel hält er mir die künftige Küchenwirklichkeit vor. Ich kann mich imaginär darin bewegen. Und ich kann prüfen, ob alles stimmt. Sogar dann noch, wenn die Küche montiert wird. Der Küchenplan dient mir demnach als Kontrollblatt von Anfang bis zum Ende meines Küchenkaufs. Er ist für mich ein unverzichtbares Dokument.

 

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